Sonntag, 7. Oktober 2007

Wo bin ich eigentlich...

Die Frage stelle ich mir gerade. Bin ich "zu Hause" oder bin ich "bei meiner Mutter"? Und werde ich morgen "nach Berlin" oder "nach Hause" fahren. Es ist schwierig, ich weiß nicht wirklich, was ich als mein "Zu Hause" bezeichnen soll. "Zu Hause", das ist laut manchen Menschen das, wo man sich wohl fühlt, wo man geborgen ist, ein Umfeld hat etc. Und das ist in Berlin - zumindest in der Wohnung - noch nicht der Fall...

Aber von vorne. Am Mittwoch habe ich mein Zimmer dann endlich ausgeräumt, Bett, Nachttisch und Regal abgebaut und versucht, alles im Auto zu verstauen. Da der Kofferraum (selbst komplett, mit Sitzen und Lehnen nach vorne geklappt) nur etwa 1,70m lang ist, mussten wir drei Bretter des Bettes quer durch den Kofferraum legen. Was es nicht gerade einfacher machte, den Rest dadrin zu verstauen. Letztendlich passte es alles rein, zwar mussten wir vieles in irgendwelche Lücken stopfen (die Bücher! In Lücken stopfen! :schockiert:), und ich konnte vieles noch nicht mitnehmen (bisher nur die nötigsten Klamotten), aber es passte. Und man sah beim Blick in den Rückspiegel immer meine tolle Matratze. :ugly:

So fuhren wir also voll bepackt am Donnerstagmorgen los, kamen gut durch und waren etwa um 10-10:30 Uhr am Westrand von Berlin. Und ich hatte mir ja in den Kopf gesetzt, dass wir durch Mitte, genauer gesagt die gesamte Straße des 17. Juni, fahren, mit Kurzbesuch am Schloss Bellevue und Reichstag etc. Nur war leider noch der Bereich rund ums Brandenburger Tor gesperrt, so dass es für den Verkehr von Bellevue entlang des Reichstags Richtung Osten nur eine einzige Straße gab. Entsprechend schnell war der Kühler im roten Bereich... Irgendwann kamen wir da raus, fuhren ein bisschen rum, nicht ganz da hin, wo ich mal hinwollte, aber wir landeten am Alex und letzendlich in der Wohnheimverwaltung. So um 11:15 Uhr waren wir da. Die Sachbearbeiterin hatte nur leider seit 11 Uhr Mittagspause!

Sie war aber trotzdem noch da, wir haben die Formalitäten abgeklärt und sind dann zum Wohnheim selber gefahren. Und hatten Glück, dass die Hausmeister da auch noch nicht in der Mittagspause waren, sodass ich um 12:30 Uhr etwa in meiner neuen Wohnung stand (es war schwer genug, die richtige Wohnung zu finden und die Tür dann auch noch aufzukriegen :ugly:). Einer meiner Mitbewohner war auch da, hat uns, nachdem er sah, dass wir uns abmühten, die Sachen hochzuschleppen (es lebe der Erfinder des Fahrstuhls in den 10. Stock!), auch gleich angeboten mitzutragen, wobei er nach einem Blick auf das Auto - das dann wohl doch etwas voller war als er gedacht hatte - meinte, er müsse gleich los, zur Uni. Dafür war er nachdem wir fertig waren mit Schleppen noch erstaunlich lange in seinem Zimmer. :ugly: Irgendwann standen auch Bett, Nachttisch und Regal wieder, so gegen 16 Uhr. Danach habe ich noch Johanna abgeholt, wir haben gegessen und sind irgendwann zu ihr gefahren.

Am nächsten Tag stand dann mit meiner Mutter ne kleine Stadtführung auf dem Programm, Alex(a), Nikolaiviertel, Palast der Republik, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Reichstag, Potsdamer Platz, KaDeWe - das übliche eben für nen Kurztrip... Abends - nach einem "kleinen Abstecher" zur Uni - wieder nach Hause (?), und dann heute morgen (wobei, es war schon Mittag) wieder nach Oldenburg zurück. Von Johanna aus wieder durch die Stadt (wieder durch die Staus auf der Straße des 17. Juni gequält, bis zur Avus waren wir dann relativ genau schon eine Stunde unterwegs) und dann über Magdeburg und ne kleine Umleitung wegen eines Staus kurz vor Hannover bis nach Oldenburg brauchten wir dann etwa fünfeinhalb Stunden.

Und jetzt sitze ich hier, werde um 8 Uhr wieder aufstehen, Formel 1 gucken, nebenbei noch ein paar Haushaltsgeräte/-gegenstände einpacken, die wir noch brauchen in der Wohnung, und dann um 13:35 ab Oldenburg wieder nach Berlin fahren. Nach "Hause"? Nein, noch nicht. Ich glaube, das wird noch ne Zeitlang hier in Oldenburg bleiben...

PS: Zu meinen Mitbewohnern werde ich demnächst mal etwas schreiben, auch wenn der erste Eindruck von Thies und Huy nicht unbedingt der ist, dass ihnen Sauberkeit in Küche und Bad sonderlich am Herzen liegen. Mag aber auch daran liegen, dass Huy bis letzte Woche für ein halbes Jahr nicht da war und Iavor (Vormieter) sich nicht sonderlich um die Wohnung kümmern konnte/wollte, sondern eher um seinen Umzug... Mal sehen, wie sich das entwickelt; Thies' Musikgeschmack ist aber gar nicht mal so schlecht. Das kann ich nur leider aus meinem Zimmer etwas zu gut beurteilen... :ugly: Huy ist übrigens Vietnamese, wer ein paar Vietnamesen kennt, der wird nicht sonderlich überrascht sein, dass er mit Nachnamen Nguyen heißt, dafür aber umso mehr, dass er Thies wohl unter den Tisch trinkt... (*muss.nachprüfen* :ugly:)

Und jetzt werde ich ins Bett gehen, ich habe die letzten paar Nächte schon nicht viel geschlafen und muss am Montagmorgen früh raus, mich für den Spanischkurs anmelden...